Persönlichkeiten

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Matthias Claudius
Dichter und Journalist
geb. 15.08.1740 in Reinfeld
gest. 21.01.1815 in Hamburg
Ab 1768 in Wandsbek ("Der Wandsbecker Bote").

Eine größere Sammlung seiner Werke sowie Bilder und Dokumente zu seinem Wirken und Schaffen sind in einer eigenen Abteilung im Museum zu sehen. Bis heute ist sein Abendlied "Der Mond ist aufgegangen" in der Vertonung von J.A.P. Schulz - auch weit über Deutschlands Grenzen hinaus - bekannt.

Joachim Mähl
Lehrer und Dichter in plattdeutscher Sprache

geb. 15.09.1827 in Niendorf bei Hamburg,
gest. 04.07.1909 in Segeberg
Teilnehmer am Befreiungskampf 1848
Ab 1854 bis 1889 Lehrer in Reinfeld.

"EEn echten plattdütschen Heimatdichter".
Eine umfangsreiche Sammlung seiner Werke (Tatermarieken, Jean, Fanny...) und etliche Gegenstände aus seiner Zeit erinnern an ihn. Besonders bekannt ist seine Übertragung des "Reineke Fuchs" ins Plattdeutsche.

Carl Harz
geb. 14.02.1860 in Altona,
gest. 13.08.1943 in Lübeck-Lauerhof
Kaufmann und Organisator, erkannte schon sehr früh die Erholungswerte mit den Teichen und Wäldern in und um Reinfeld. Er errichtete 1905 in Reinfeld einen Seepavillion mit Park und baute gleich ein Kurhaus mit 50 Betten auf dem Grundstück mit. Er setzte sich mit Nachdruck für die Vereinigung der Orte Reinfeld, Neuhof und Steinhof ein und errichtet die "Villenkolonie Harz".
1917 siedelte er endgültig nach Reinfeld um. Er setzte sich, auch in Schriften und Publikationen, für sozial-religiöse Probleme ein, die ihn noch im hohen Alter 83 Jahren durch die Nationalsozialisten ins Gefängnis brachte, wo er in der Strafanstalt verstarb.

Paul von Schoenaich
geb. 16.02.1866 auf Gut Klein Trommnau, Krs. Rosenburg, Westpreußen,
gest. 07.02.1954 in Reinfeld
Nahm am Ersten Weltkrieg teil und war Träger zahlreicher Orden. Wurde 1918 zum Parzifisten. Seit 1920 Wohnsitz in Reinfeld. Mitglied der "Deutschen Friedensgesellschaft" (DFG). Von 1929 bis 1933 deren Präsident.

In vielen Zeitungsartikeln und Buchveröffentlichungen trat er für die Weimarer Republik und für den Erhalt des Friedens ein. Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

Alice Freifrau von Maltzahn
Kunstmalerin
geb. 07.04.1883 in Hirschberg/Schlesien
als Alice Marie Ella Markgräfin von Coligny-Petitjean.
gest. 12.06.1973 in Reinfeld
1909 - 1912 Hochschule für bildende Kunst in Weimar
Nach dem Kunststudium widmete sie sich der Portraitmalerei. Im Museum sind Fotografien von Ölgemälde zusehen.

1939 zog die Künstlerin nach Reinfeld und malte nur noch zur eigenen Freude Blumenstilleben und ihre Katze. Das wahrscheinlich letzte Selbstportrait zeigt die Malerin (etwa 65-jährig) mit Farbpalette. Das Bild sowie ihre Staffelei und die Malutensilien befinden sich im Heimatmuseum. Die Bilder aus der Zeit nach 1939 befinden sich überwiegend im Familienbesitz.